2012---Charakterisierung Grenouilles
Charakterisierung Grenouilles Der Pfad zwischen Genie und Wahnsinn ist ziemlich schmal. Das Parfum erzählt von dem Wandel eines begabten Außenseiters. Jean-Baptiste Grenouille wurde am 17. Juli 1738 " von seiner als Fischhändlerin tätigen Mutter unter einem Schlachttisch auf einem Pariser Fischmarkt am Friedhof Cimetière des Innocents zur Welt gebracht, einem der seinerzeit schmutzigsten und stinkendsten Plätze von Paris geboren. Da sie der Meinung ist, Grenouille sei wie frühere Kinder eine Totgeburt, beabsichtigt sie, ihn mitsamt den Fischresten in der Seine zu entsorgen. Grenouille stößt allerdings einen derart durchdringenden Schrei aus, dass Passanten auf ihn aufmerksam werden und er dadurch gerettet wird. Seine Mutter wird wegen Kindsmords zum Tode verurteilt und enthauptet. Schon als Säugling wird er als bedrohlich empfunden. Denn niemand will das Baby aufnehmen, „das nicht riecht, wie Kinder zu riechen haben“ und das „die Ammen leergepumpt hat bis auf die Knochen“. Die Amme Jeanne Bussie behauptet sogar, er sei vom Teufel besessen und gibt ihn der Kirche, die sich mittlerweile um den Fall kümmert, wieder zurück. Pater Terrier nimmt ihn entgegen Er wird von einer Amme zur anderen gereicht, doch niemand will ihn haben.’. Den Kindern bei Madame Gaillard ist Grenouille "unheimlich", so dass sie mehrmals versuchen ihn umzubringen. Er hat aber einen außerordentlich widerstandsfähigen Körper, der "alle Krankheiten und Unmenschlichkeiten der anderen überlebt". Liebe und Zärtlichkeit sind Begriffe, die er nie kennen gelernt hat. Dank seiner angeborenen Zähheit und Widerstandsfähigkeit; er wird oft mit einem „Zeck“ verglichen. Seine Mutter wollte ihn "verrecken lassen" und Madame Gaillard hatte mit ihrem Geruchssinn "jedes Gefühl für menschliche Wärme und menschliche Kälte und überhaupt jede Leidenschaft" verloren. Moral und Ethik sind für ihn Fremdwörter: "Recht, Gewissen, Gott, Freunde, Verantwortung, Demut, Dankbarkeit usw.- was damit ausgedrückt sein sollte, war und blieb ihm schleierhaft." . Bereits als kleines Kind verfügt Grenouille über die Gabe, Düfte jeglicher Art in sich aufzunehmen und in seinem Gedächtnis zu speichern. Er selbst hingegen besitzt keinen eigenen Körpergeruch. Bereits in früher Kindheit stellt er fest, dass ihn seine Gabe von anderen Menschen unterscheidet und er beschließt, so viele Gerüche wie nur möglich in sich aufzunehmen und für sich zu bewahren − allerdings unterscheidet er noch nicht zwischen guten und schlechten Gerüchen. Grenouille entwickelt sich dadurch zu einem gefühllosen Wesen, das nichts dabei empfindet, wenn es einen Menschen umbringt: "Dass am Anfang dieser Herrlichkeit ein Mord gestanden hatte, war ihm, wenn überhaupt bewusst, vollkommen gleichgültig." Er spiegelt die Herzlosigkeit wider, die ihm entgegen gebracht wurde In seiner Freizeit, die er sich erarbeitet hat, sucht der Junge in der ganzen Stadt nach Düften. Am 1. September 1753 sucht Grenouille während des Thronjubiläums des Königs nach neuen Düften, findet jedoch zunächst keine. Später jedoch läuft er fasziniert von einem ihm völlig unbekannten, atemberaubenden Duft, den er unbedingt erfassen muss, durch die Straßen, bis er schließlich den Ursprung des Duftes erreicht: ein junges Mädchen. Er traut seiner Nase das erste Mal in seinem Leben nicht, weil er nicht glauben kann, dass solch ein Geruch von einem Menschen ausgehen kann, denn diese stinken für gewöhnlich. In der Absicht, diesen einen Geruch für immer zu bewahren, bringt er das Mädchen um. Doch er muss verzweifelt feststellen, dass er keine Möglichkeit hat, den Duft des Mädchens aufzunehmen, außer in seinem Gedächtnis, denn er verflüchtigt sich mit ihrem Tod. Er erkennt, dass er lernen muss, einen Geruch für immer aufzubewahren, und so wird er sich von diesem Moment an sein restliches Leben lang nach diesem Geruch sehnen und eine Möglichkeit suchen, ihn zu konservieren. Diese Gier ist so stark, dass sie ihn zum Überleben zwingt. Als er eines Abends Lederhäute des Gerbers an den Parfümeur Baldini liefern soll, sieht er seine Chance, endlich einen Lehrmeister zu bekommen und demonstriert ihm auf eindrucksvolle Weise seine Fähigkeiten im Umgang mit Düften. Baldini kauft dem Gerber Grimal seinen neuen Lehrling ab. Nachdem Grimal mit einigen Flaschen Alkohol dieses Geschäft gefeiert hat, ertrinkt er in der Seine. Baldini lässt Grenouille bei sich arbeiten, ohne dass bekannt wird, dass Grenouille die Parfüms herstellt. Der Junge mischt ihm immer neue, exzellentere Parfüms und macht Baldini zu einem reichen Mann. Im Gegenzug lehrt dieser Genouille verschiedene Verfahren und Techniken, Düfte herzustellen. Doch als er in dem Glauben, er wisse nun, wie man Düfte konserviert, auch versucht, den Duft von Dingen wie Eisen oder Glas einzufangen, versagt die ihm bekannte Technik der Destillation. Diese Erfahrung trifft ihn sehr hart, er zieht sich zurück und erkrankt an den Pocken, auch Blattern genannt... . Mehrere Mädchen werden von ihm erschlagen und später nackt aufgefunden. Er braut sich aus den von den Mädchen gewonnenen Düften ein Parfum zusammen und will den Duft des rothaarigen Mädchens als 13. Essenz gewinnen, um „das perfekte Parfum“ zu schaffen. Als auch eine Ausgangssperre dem Morden keinen Einhalt gebieten kann, wird ein Bischof herbeigerufen, der den Mörder exkommuniziert. Noch während der Zeremonie wird die Ergreifung des vermeintlichen Mörders in einer nahe gelegenen Stadt verkündet. Antoine Richis, Laures Vater, traut dem Frieden jedoch nicht. Er versetzt sich in die Position des Mörders und kommt zum Schluss, dass es sich bei dem Mörder um einen Sammler von Jungfrauen handelt und seine Tochter Laure dem Verbrecher noch in seiner Sammlung fehle. Er inszeniert eine Reise nach Grenoble, um Laure zu vermählen, damit sie nicht mehr ins „Beuteschema“ des Mörders passt. Bis zur Vermählung soll sie in einem Kloster in Sicherheit gebracht werden. Grenouille folgt Vater und Tochter. Es gelingt ihm, Laures Zimmer in einem Gasthof ausfindig zu machen. Als er sich anschickt, das schlafende Mädchen zu töten, erwacht dieses zwar, lässt aber ohne Gegenwehr Grenouille gewähren. Er schafft es also, ihren Duft mit Hilfe der Enfleurage zu stehlen. Kurz nach dem Verbrechen wird er gefangen. Sein Motiv bleibt vor den Gesetzesvertretern im Dunkeln. Er äußert lediglich, er „habe die Mädchen gebraucht“. Er wird verurteilt und soll am 17. April 1766 hingerichtet werden. Außerdem soll er bis zu seinem Tod am Holzkreuz aufgeknüpft bleiben. Die Hinrichtung wandelt sich jedoch in eine sexuelle Orgie um, denn Grenouille schafft es, durch sein aus Düften der von ihm ermordeten Frauen kreiertes Parfüm die Zärtlichkeit und Liebe der Zuschauer hervorzurufen. So gelingt es ihm, seine Hinrichtung abzuwenden. Grenouille flüchtet einen Tag später. Hingerichtet wird der unschuldige Parfümeur Dominique Druot, in dessen Schuppen die Kleider und abgeschnittenen Haare der getöteten Mädchen aufgefunden worden waren, und der unter Folter seine angeblichen Taten gesteht. Grenouille kehrt zurück an seinen Geburtsort, wo er sich mit seinem Parfüm übergießt. Die Menschen sind von Grenouilles Parfum so entflammt, dass sie sich auf ihn stürzen und ihn vollständig verspeisen. Die Kamera fährt auf den Boden des Marktplatzes zu, bis man Grenouilles Parfümfläschchen sieht, aus dem ein letzter Tropfen austritt.
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